Die gesetzlichen Krankenkassen reduzieren ab April die Honorare für Psychotherapeuten. Grund sind die angespannten Finanzen der Kassen, die zu Sparmaßnahmen zwingen. Die Kürzungen betreffen niedergelassene Therapeuten, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen.
Psychotherapeuten warnen vor den Folgen dieser Maßnahme. Bereits jetzt müssen Patienten oft monatelang auf einen Therapieplatz warten. Durch die reduzierten Honorare könnte sich die Situation weiter verschärfen, da weniger Therapeuten bereit sein werden, Kassenpatienten zu behandeln. Einige könnten ganz aus der Kassenversorgung aussteigen oder ihre Praxen schließen.
Die Sparrechnung der Krankenkassen könnte sich als Milchmädchenrechnung erweisen. Wenn weniger Therapeuten verfügbar sind, verlängern sich die Wartezeiten für Patienten mit psychischen Erkrankungen. Dies kann zu schwereren Krankheitsverläufen führen, die letztendlich höhere Behandlungskosten verursachen. Experten bezweifeln daher, ob die Honorarkürzungen tatsächlich zu den gewünschten Einsparungen führen werden.
Krankenkassen kürzen Therapeuten-Honorare ab April
Warum das wichtig ist
Wer psychotherapeutische Hilfe benötigt, muss künftig mit noch längeren Wartezeiten rechnen.