Der insolvente Haushaltswaren-Discounter Kodi schließt 43 seiner zuletzt 144 Filialen sowie seine Zentrale in Oberhausen. 265 der rund 1.200 Beschäftigten wurden bereits gekündigt. In den betroffenen Filialen läuft ein Räumungsverkauf.

100 Standorte übernimmt eine neu gegründete Firma namens Kodi Retail GmbH, hinter der eine internationale Investorengruppe steht. Sie kaufte auch den Warenbestand und weitere Vermögenswerte der insolventen Kodi Handels GmbH – zu welchem Preis, ist nicht bekannt. Die Marke Kodi bleibt damit erhalten. Für einen weiteren Standort steht die Entscheidung noch aus. Das Amtsgericht Halle an der Saale eröffnete das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung – das bedeutet, das Unternehmen führt sich selbst durch das Verfahren, ohne externen Insolvenzverwalter. Bereits Anfang September waren 19 Schließungen angekündigt worden; nun trifft es zusätzliche Standorte, deren Zukunft damals noch offen war.

Besonders NRW ist betroffen: In Köln schließen vier von elf Filialen, in Wuppertal vier von sechs, in Duisburg drei von acht.