Kassel und Frankfurt langen bei den Müllgebühren zu: Sowohl die Kasseler Stadtverordnetenversammlung als auch der Kreistag des Landkreises Kassel haben am Montag höhere Abfallgebühren beschlossen – beide gelten ab dem 1. Januar 2027.

In der Stadt Kassel steigen die Gebühren im Schnitt um 31 Prozent. Ein typischer Haushalt mit Restmüll-, Bio- und Papiertonne zahlt künftig 265,44 Euro im Jahr statt bisher 202,32 Euro – das sind gut fünf Euro mehr pro Monat. Es ist die erste Erhöhung seit 14 Jahren. Im Landkreis Kassel beträgt das Plus rund 24,8 Prozent; ein Vier-Personen-Haushalt zahlt monatlich 4,66 Euro mehr. Als Grund nennt der Kreis gestiegene Energie- und Personalkosten: Die Energiepreise legten zwischen 2024 und 2026 um mehr als 30 Prozent zu, die Personalkosten um 15 bis 25 Prozent.

Auch Frankfurt plant eine Erhöhung zum Jahreswechsel. Der Magistrat hat die Änderung der Gebührensatzung bereits beschlossen; die Stadtverordneten müssen im Dezember noch zustimmen. Zuletzt hatte Frankfurt die Müllgebühren 2012 angehoben.