Nach dem Rekordjahr 2022/2023 gehen Ikeas weltweite Erlöse zurück. Viele Haushalte schieben Möbelkäufe auf – leichter als bei anderen Alltagsausgaben. Gleichzeitig wächst der Druck durch Wettbewerber wie Jysk und XXXLutz, besonders in Deutschland, dem wichtigsten Markt des Konzerns.
Ikea reagiert mit mehreren Maßnahmen. Anfang September kündigte das Unternehmen Preissenkungen für rund 1.500 Produkte an, um Haushalte zu entlasten, die unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Handelsexperte Marco Atzberger vom Forschungsinstitut EHI ordnet das ein: Die Preise seien angepasst worden, um für Kunden relevant zu bleiben. Zusätzlich startet Ikea diese Woche in Deutschland einen Secondhand-Marktplatz für Mitglieder des Ikea-Family-Programms. Wer seinen Verkaufserlös als Guthabenkarte auszahlen lässt, bekommt zum Start einen Bonus-Coupon über 15 Prozent des Erlöses. Seit 2019 können Kunden gebrauchte Möbel bereits an Ikea zurückverkaufen.
Darüber hinaus erschließt der Konzern neue Zielgruppen: Auf der Gamescom in Köln präsentierte Ikea gemeinsam mit Xbox die Gaming-Kollektion YXSTABY mit neun Produkten, darunter Sitzmöbel und einen mobilen TV-Ständer.
Ikea senkt Preise und startet Secondhand-Marktplatz gegen Umsatzflaute
Warum das wichtig ist
Wer gebrauchte Ikea-Möbel verkauft und den Erlös als Guthabenkarte nimmt, erhält aktuell 15 Prozent extra – das entspricht bei 100 Euro Verkaufspreis einem Bonus von 15 Euro.