Die Mieten in deutschen Großstädten sind in den vergangenen zehn Jahren drastisch angestiegen. Neue Zahlen des Bauministeriums zeigen einen durchschnittlichen Anstieg von 43 Prozent bei Neumieten in Metropolen. Die Daten wurden auf Anfrage der Linken-Fraktion erhoben.
Besonders stark betroffen ist Berlin, wo die Mieten um fast 70 Prozent gestiegen sind. Auch andere deutsche Großstädte verzeichnen extreme Preissteigerungen von bis zu 69 Prozent. Wohnungssuchende müssen damit deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahrzehnt.
Die Entwicklung zeigt, dass trotz der seit 2015 geltenden Mietpreisbremse das Wohnen in deutschen Metropolen erheblich teurer geworden ist. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der aktuellen Wohnungskrise in den Ballungsräumen. Neumieter sind von den Preissteigerungen besonders stark betroffen, da sie nicht von bestehenden Mietverträgen profitieren können.
Großstadtmieten steigen in zehn Jahren um 43 Prozent
Warum das wichtig ist
Wer in einer deutschen Großstadt eine neue Wohnung sucht, muss mit deutlich höheren Kosten rechnen als noch vor zehn Jahren.