Die EU-Kommission leitet eine vertiefte kartellrechtliche Prüfung der geplanten Übernahme des Möbelhändlers Porta durch den österreichischen Konzern XXXLutz ein. Nach einer vorläufigen Untersuchung sieht die Behörde konkrete Hinweise, dass die Fusion den Wettbewerb in Deutschland, Tschechien und der Slowakei erheblich beeinträchtigen könnte.

Besonders in Deutschland teilen beide Unternehmen eine starke Stellung im Möbel-Discount-Segment und konkurrieren in vielen Regionen direkt miteinander. Fällt dieser gegenseitige Druck weg, könnten Preise steigen und die Auswahl sinken. Zusätzlich warnt die Kommission vor Risiken für Möbellieferanten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Polen: XXXLutz verfügt bereits heute über erhebliche Einkaufsmacht – mit Porta würde einer der letzten großen alternativen Abnehmer wegfallen, was Hersteller stärker abhängig machen könnte.

Parallel läuft seit Juli eine separate Untersuchung wegen eines möglichen Verstoßes gegen die sogenannte Stillhalteverpflichtung – die Pflicht, vor einer Genehmigung keine faktischen Kontrollschritte einzuleiten. XXXLutz hatte die Übernahme bereits im Januar 2025 öffentlich angekündigt, aber erst am 7. September 2026 offiziell in Brüssel angemeldet. Die Kommission hat bis zum 25. Februar 2027 Zeit für ihre Entscheidung.