Wer mehrmals im Jahr Geld aus seinen ETFs kassieren will, hat dafür verschiedene Möglichkeiten – doch nicht alle sind gleich sicher. Klassische Dividenden-ETFs schütten in der Regel quartalsweise aus. Wer mehrere davon kombiniert, kann so jeden Monat eine Zahlung erhalten. Neuere Produkte gehen noch weiter und zahlen sogar wöchentlich.
Hinter den besonders häufigen Ausschüttungen stecken jedoch oft Optionsstrategien, sogenannte Covered Calls: Der Fonds verkauft Kaufoptionen und kassiert dafür Prämien – gibt dabei aber einen Teil möglicher Kursgewinne ab. Bei stark steigenden Märkten kann das die Gesamtrendite bremsen. Beim Weekly World Equity Income UCITS ETF (WEEK) kommt ein weiteres Risiko hinzu: Reichen die Erträge nicht aus, dürfen Ausschüttungen laut Anbieter direkt aus dem Fondskapital stammen – der Anteilswert sinkt dann entsprechend. Die jährliche Gesamtkostenquote des WEEK beträgt 0,50 Prozent.
Christian W. Röhl, Chefvolkswirt von Scalable Capital, warnt deshalb vor dem „monetären Nieselregen": Häufige Zahlungen könnten den Blick auf die eigentlich entscheidende Frage verstellen – nämlich wie gut die zugrunde liegende Anlagestrategie wirklich ist.
ETFs mit häufigen Ausschüttungen: Chancen und versteckte Risiken
Warum das wichtig ist
Wer auf regelmäßige Einkünfte aus ETFs setzt, sollte nicht nur auf die Ausschüttungsfrequenz achten, sondern prüfen, ob das Geld aus echten Dividenden oder aus dem eigenen Fondskapital stammt.