Der deutsche Einzelhandel durchlebt einen dramatischen Wandel. Die Anzahl der Geschäfte ist mittlerweile unter die Marke von 300.000 gefallen. Seit Ende 2015 haben rund 70.000 Läden geschlossen – das entspricht einem Rückgang von etwa 19 Prozent in weniger als einem Jahrzehnt.

Zwei Hauptfaktoren treiben diese Entwicklung voran: Zum einen verlagern immer mehr Verbraucher ihre Einkäufe ins Internet. Online-Shopping hat sich vom Trend zur Normalität entwickelt und verdrängt den klassischen Ladenbesuch. Zum anderen zeigen sich Konsumenten zurückhaltender bei ihren Ausgaben und halten ihr Geld zusammen.

Diese Veränderungen bleiben nicht ohne Folgen für das Stadtbild. Innenstädte verlieren ihre traditionelle Funktion als Einkaufszentren, während der stationäre Handel um seine Existenz kämpft. Der Strukturwandel im Einzelhandel beschleunigt sich und verändert nachhaltig, wie und wo Menschen in Deutschland einkaufen.