Die Deutsche Bank hat bei der Finanzaufsicht Verstöße gegen Russland-Sanktionen gemeldet. Betroffen sind Privatkunden mit russischem oder belarussischem Pass, die mehr Guthaben auf ihren Konten und Depots hatten als nach den Sanktionsvorschriften erlaubt. Die Bank hat sich damit selbst bei den Behörden "angezeigt", nachdem interne Kontrollen die Verstöße aufgedeckt hatten.
Nach Angaben beider Medien wurden die Sanktionsvorschriften bei Kunden mit Russland-Bezug nicht konsequent eingehalten. Die Deutsche Bank äußert sich nicht zu Details der Verstöße. Intern soll nun eine eigene Taskforce die Vorgänge aufklären und weitere Schritte koordinieren.
Die Selbstmeldung zeigt, dass die Bank ihre Compliance-Systeme überprüft und Verstöße proaktiv meldet. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs gelten strenge EU-Sanktionen gegen russische und belarussische Staatsangehörige, die deren Vermögenswerte in Europa begrenzen. Banken müssen diese Vorschriften strikt befolgen und Verstöße den Aufsichtsbehörden melden.
Deutsche Bank meldet Verstöße gegen Russland-Sanktionen selbst
Warum das wichtig ist
Als Kunde der Deutschen Bank könntest du von verschärften Kontrollen und längeren Bearbeitungszeiten bei Transaktionen betroffen sein.