Das Landgericht Frankfurt hat das Strafverfahren gegen drei ehemalige Manager der insolventen Maple Bank eingestellt. Die Angeklagten zahlen dafür eine Geldauflage von über zwei Millionen Euro. Sie waren wegen ihrer Beteiligung am Cum-Ex-Skandal angeklagt worden.
Bei Cum-Ex-Geschäften handelt es sich um Aktiendeals rund um den Dividendenstichtag, bei denen sich Banken und Investoren unrechtmäßig Kapitalertragsteuer erstatten ließen. Die Maple Bank mit kanadischen Wurzeln spielte dabei eine zentrale Rolle in diesem Steuerskandal.
Die drei Manager waren beschuldigt worden, falsche Steuerbescheinigungen im Rahmen dieser illegalen Aktiengeschäfte ausgestellt zu haben. Durch die Zahlung der Millionensumme können sie nun einem regulären Gerichtsprozess entgehen.
Die Maple Bank ist mittlerweile insolvent. Der Cum-Ex-Skandal kostete den deutschen Staat nach Schätzungen mehrere Milliarden Euro an unrechtmäßig erstatteten Steuern.
Cum-Ex-Verfahren gegen Maple Bank-Manager eingestellt
Warum das wichtig ist
Der Fall zeigt, wie Steuerskandale aufgearbeitet werden und welche finanziellen Konsequenzen Beteiligte tragen müssen.