Kurz vor einer überraschenden Ankündigung aus dem Iran haben Händler 760 Millionen Dollar auf fallende Ölpreise gesetzt. Die Wette erfolgte nur 20 Minuten bevor Irans Außenminister die Öffnung der Straße von Hormus verkündete. Der massive Handel fand binnen einer Minute statt und erwies sich als äußerst profitabel, da die Ölpreise nach der Iran-Nachricht tatsächlich fielen.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öl-Transportrouten weltweit. Ihre Öffnung oder Schließung beeinflusst die globalen Energiepreise erheblich. Das zeitliche Zusammentreffen der Millionen-Wette mit der politischen Ankündigung hat nun die US-Börsenaufsicht auf den Plan gerufen.
Die Behörden prüfen den Verdacht auf Insider-Geschäfte. Solche Deals sind illegal, wenn Händler vorab Informationen über marktbewegende Ereignisse besitzen und diese für Spekulationen nutzen. Der Fall sorgt in den USA für Alarm, da das Timing der Transaktion außergewöhnlich verdächtig erscheint. Die Ermittlungen laufen bereits.
Börsenaufsicht ermittelt wegen 760-Millionen-Ölwette vor Iran-Ankündigung
Warum das wichtig ist
Insider-Geschäfte können Märkte manipulieren und faire Preisbildung bei Energie verhindern, was letztlich alle Verbraucher betrifft.