Ein Mediziner aus Niederbayern hat über Jahre hinweg systematisch Krankenkassen betrogen, indem er erfundene Hausbesuche abrechnete. Der Arzt kassierte täglich rund 3.000 Euro durch diese betrügerischen Machenschaften und lebte dadurch in Reichtum. Seine Methode wurde immer dreister, doch die Krankenkassen bemerkten den Betrug zunächst nicht. Der Schwindel flog erst durch einen Zufall auf. Die Ermittlungen zeigen, wie der Mediziner systematisch nicht erbrachte Leistungen bei den Kassen einreichte und sich so unrechtmäßig bereicherte. Der Fall verdeutlicht Schwachstellen im Abrechnungssystem des Gesundheitswesens, wo solche Betrügereien über längere Zeiträume unentdeckt bleiben können. Die Krankenkassen prüfen offenbar nicht ausreichend, ob abgerechnete Hausbesuche tatsächlich stattgefunden haben. Der entstandene Schaden durch die falschen Abrechnungen geht in die Millionen. Solche Betrugsfälle belasten letztendlich alle Versicherten, da sie zu höheren Beiträgen führen können.