Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat die Vorschläge der SPD für Entlastungen bei hohen Energiepreisen heftig angegriffen. Sie bezeichnete die Pläne ihrer Koalitionspartner als teuer und wirkungsschwach. Die Kritik erfolgte trotz vorheriger Aufrufe von Kanzler Merz zur Zusammenarbeit zwischen den Koalitionspartnern.

Beide Parteien sind sich grundsätzlich einig, dass wegen der gestiegenen Energiepreise schnelle Entlastungsmaßnahmen nötig sind. Bei den konkreten Lösungsansätzen gehen die Meinungen jedoch stark auseinander. Die SPD reagierte empört auf Reiches Äußerungen und warf der Ministerin koalitionsschädigendes Verhalten vor.

Kanzler Merz hatte seine Minister zuvor explizit zur Zusammenarbeit aufgefordert. Dennoch präsentieren sowohl SPD-Chef Klingbeil als auch Ministerin Reiche weiterhin eigene Vorschläge für den Umgang mit den hohen Energiekosten. Die öffentliche Auseinandersetzung zeigt die anhaltenden Spannungen innerhalb der Koalition bei einem zentralen Thema der Wirtschaftspolitik.