Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigiert. Die Experten erwarten nun nur noch 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum – eine Halbierung ihrer ursprünglichen Vorhersage. Als Hauptgrund nennen sie die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs.

Der Energiepreisschock bremst die deutsche Wirtschaft massiv aus. Die Institute prognostizieren gleichzeitig eine höhere Inflation, da die gestiegenen Energiekosten auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Deutschland steht damit vor einem Mini-Wachstum bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.

Die Wirtschaftsforscher sehen in den aktuellen geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen auf die Energiemärkte eine erhebliche Belastung für die Konjunktur. Die ursprünglich optimistischeren Erwartungen mussten angesichts der veränderten Rahmenbedingungen deutlich zurückgenommen werden. Die Institute gehen davon aus, dass sich die Folgen des Konflikts auch weiterhin in der deutschen Wirtschaftsleistung widerspiegeln werden.