Die SPD arbeitet an einer Reform der Besteuerung von Partnerschaften und stellt dabei das bestehende Ehegattensplitting in Frage. Das aktuelle System ermöglicht es Ehepaaren, ihre Einkommen steuerlich zusammenzurechnen und dann zu halbieren, wodurch oft erhebliche Steuervorteile entstehen. Eine Abschaffung würde für viele Paare faktisch einer Steuererhöhung gleichkommen.

Die Sozialdemokraten begründen ihre Reformpläne mit dem Ziel, mehr Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen. Das Ehegattensplitting bevorzuge traditionelle Alleinverdiener-Ehen und wirke sich häufig nachteilig auf Frauen aus, da es Anreize schaffe, dass ein Partner - meist die Frau - weniger oder gar nicht arbeitet.

Kritiker sehen in dem System eine teure Steuersubvention, die überholte Rollenmodelle und gesellschaftliche Ungleichheit fördert. Die Reform des Splittings ist jedoch komplex, da sie direkte finanzielle Auswirkungen auf Millionen von Haushalten hätte. Konkrete Details zu den geplanten Änderungen hat die SPD noch nicht vorgelegt.