Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat Berichte über angebliche Pläne für eine Rente mit 70 Jahren dementiert. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, das Gremium könnte der Regierung eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen. Die Meldungen sorgten für heftige politische Reaktionen und Empörung bei Gewerkschaften.

Die Rentenkommission soll bis Ende Juni ihre offiziellen Empfehlungen zur Rentenreform vorlegen. Das Gremium wurde beauftragt, Lösungen für die langfristige Finanzierung des Rentensystems zu erarbeiten. Ökonomen fordern bereits seit längerem eine Anhebung des Renteneintrittsalters, um das System angesichts des demografischen Wandels zu stabilisieren.

In der Regierungskoalition hat nach den Berichten die Suche nach undichten Stellen begonnen. Die vorzeitigen Spekulationen über mögliche Reformvorschläge werden als problematisch für den weiteren Reformprozess bewertet, da sie bereits vor der offiziellen Vorlage der Empfehlungen für politische Spannungen sorgen.