Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel nur noch einmal täglich erhöhen - und zwar um 12 Uhr mittags. Die als Spritpreisbremse gedachte Regelung zeigt bereits am ersten Tag ihre Auswirkungen: Die Mineralölkonzerne nutzen das enge Zeitfenster konsequent für Preissprünge nach oben.

Die Kraftstoffpreise erreichten dabei Jahreshöchststände. Benzin und Diesel wurden zur Mittagszeit durchschnittlich um vier bis acht Cent pro Liter teurer, je nach Region sogar um bis zu 23 Cent. Daten aus zehn deutschen Großstädten bestätigen diesen Trend flächendeckend.

Die neue Vorschrift sollte eigentlich das häufige Auf und Ab der Spritpreise eindämmen und für mehr Transparenz sorgen. Stattdessen konzentrieren sich die Preiserhöhungen nun auf einen festen Zeitpunkt. Tankstellenbetreiber können die Preise weiterhin jederzeit senken, müssen aber bis zum nächsten Mittag warten, um sie wieder anzuheben.

Experten dämpfen die Hoffnung auf schnelle Preissenkungen durch die neue Regelung.