Die Internationale Energieagentur (IEA) schlägt wegen der aktuellen Entwicklungen am Ölmarkt Alarm. IEA-Chef Fatih Birol warnt vor einem "schwarzen April" und stuft die Lage als historische Energiekrise ein. Nach Einschätzung der Behörde übertrifft die aktuelle Situation alle bisherigen Ölkrisen in ihrer Schwere.

Als Hauptursache nennt die IEA die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Die strategisch wichtige Straße von Hormus bleibt nach Angaben der Wirtschaftsexperten weitgehend blockiert. Über diese Meerenge wird normalerweise ein großer Teil des weltweiten Öltransports abgewickelt.

Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich an den Tankstellen: Die Benzinpreise erreichen immer neue Höchststände. Sowohl Verbraucher als auch Unternehmen spüren die steigenden Energiekosten direkt. Die IEA bewertet die derzeitige Krise als schwerwiegender als die Energiekrisen von 1973, 1979 und 2022 zusammengenommen.

Trotz der dramatischen Lage sieht die Energieagentur in der Krise auch Chancen für eine künftige Energieversorgung, ohne jedoch Details zu nennen.