Das Landgericht Bremen hat entschieden, dass die Verkleinerung von Milka-Schokoladentafeln von 100 auf 90 Gramm Verbraucher täuschen kann. Die Tafeln sehen optisch unverändert aus, enthalten aber zehn Prozent weniger Inhalt. Das Gericht stufte dies als "relative Mogelpackung" ein.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte gegen den Hersteller Mondelēz geklagt und einen Sieg erzielt. Der Vorwurf: versteckte Preiserhöhung durch Shrinkflation. Bei diesem Phänomen reduzieren Unternehmen die Produktmenge, während Verpackung und Preis gleich bleiben oder sogar steigen.
Das Bremer Gericht sah die Irreführung der Kunden als erwiesen an. Shrinkflation ist eine weit verbreitete Praxis in der Lebensmittelindustrie, bei der Hersteller auf steigende Rohstoffkosten reagieren, ohne den Verkaufspreis direkt zu erhöhen. Für Verbraucher wird dadurch schwer erkennbar, dass sie faktisch mehr für weniger Produkt bezahlen.
Gericht: Milka-Schrumpfung von 100 auf 90 Gramm irreführend
Warum das wichtig ist
Du zahlst möglicherweise mehr für weniger Inhalt, ohne es zu bemerken - das Urteil stärkt deine Rechte als Verbraucher.