Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet, nachdem die Slowakei ihre monatelange Blockade aufgegeben hat. Ursprünglich sollten die Strafmaßnahmen bereits im Februar in Kraft treten. Die Verzögerung entstand durch den Widerstand Bratislavas, das seine Zustimmung von der Wiederaufnahme russischer Öllieferungen abhängig machte.

Die Slowakei erhält nun wieder russisches Erdöl über die Druschba-Pipeline, die durch die Ukraine verläuft. Im Gegenzug beendete das Land seine Blockadehaltung gegen das EU-Sanktionspaket. Die Pipeline war zuvor unterbrochen, was zu Versorgungsengpässen in der Slowakei führte.

Parallel zu den neuen Russland-Sanktionen beschloss die EU weitere finanzielle Unterstützung für die Ukraine. Details zu Umfang und Verwendung des Kredits wurden nicht konkretisiert. Die Maßnahmen sind Teil der fortgesetzten europäischen Reaktion auf den russischen Angriffskrieg.

Die Einigung zeigt sowohl die Geschlossenheit der EU bei der Ukraine-Unterstützung als auch die praktischen Herausforderungen bei der Durchsetzung von Sanktionen, wenn einzelne Mitgliedstaaten von russischen Energielieferungen abhängig bleiben.