Deutschland plant eine grundlegende Reform der privaten Altersvorsorge. Nach 25 Jahren soll die umstrittene Riester-Rente durch ein neues Altersvorsorgedepot ersetzt werden, das auf Aktieninvestments setzt. Das neue System ermöglicht es Sparern, ihre Beiträge in Wertpapiere anzulegen statt wie bisher hauptsächlich in Versicherungsprodukte.

Die Regierung verspricht sich von der Reform deutlich höhere Renditen für die private Altersvorsorge. Während Riester-Verträge oft durch hohe Kosten und niedrige Zinsen enttäuschten, soll das Depot-Modell langfristig bessere Erträge erzielen. Berechnungen zeigen beispielhaft, wie aus monatlichen Einzahlungen von 150 Euro über einen längeren Zeitraum ein Kapital von über 70.000 Euro entstehen könnte.

Das neue System stellt einen Paradigmenwechsel dar: Weg von garantierten, aber niedrigen Erträgen hin zu marktbasierten Investments mit höheren Chancen, aber auch Risiken. Die Reform soll die private Säule der Altersvorsorge stärken und attraktiver machen. Details zur konkreten Ausgestaltung und zum Starttermin sind noch nicht final festgelegt.