Das Landgericht Köln hat entschieden: Hanno Berger muss seine Haftstrafe vollständig absitzen. Der 73-Jährige sitzt bereits seit vier Jahren im Gefängnis und wird dort vorerst bleiben. Berger gilt als Schlüsselfigur der Cum-Ex-Steuerbetrügereien, die den deutschen Staat um Milliarden Euro geschädigt haben. Mit diesen illegalen Geschäften verdiente er selbst Millionen. Bei Cum-Ex-Deals werden Aktien rund um den Dividendenstichtag so hin- und hergeschoben, dass Kapitalertragsteuer mehrfach erstattet wird, obwohl sie nur einmal gezahlt wurde. Berger entwickelte und vermarktete diese Konstrukte an Banken und Investoren. Die Kölner Richter sahen keinen Grund für eine vorzeitige Haftentlassung. Der Fall zeigt, wie systematisch über Jahre hinweg Steuergelder abgezweigt wurden. Berger war einer der Hauptarchitekten dieser Machenschaften, die erst durch intensive Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aufgedeckt wurden.