Die Bundesbank rechnet aufgrund des Nahost-Kriegs mit einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate in Deutschland. Die Teuerung könnte in den kommenden Monaten in Richtung drei Prozent steigen, warnt die deutsche Zentralbank. Haupttreiber sind die gestiegenen Ölpreise, die bereits an den Tankstellen spürbar werden.

Der Konflikt wirkt sich über höhere Sprit- und Heizölpreise direkt auf deutsche Verbraucher aus. Eine mögliche Blockade der Straße von Hormus - einer wichtigen Öl-Transportroute - verstärkt die Preisdynamik zusätzlich. Die Bundesbank sieht darin einen klassischen Ölpreisschock, der die deutsche Wirtschaft erreicht hat.

Neben den steigenden Energiekosten befürchtet die Zentralbank auch negative Folgen für die gesamte Konjunktur. Die höheren Preise belasten sowohl private Haushalte als auch Unternehmen. Deutsche Verbraucher müssen sich nach Einschätzung der Bundesbank auf eine Phase deutlich steigender Preise einstellen, nachdem die Inflation zuletzt rückläufig war.